Nach allem was ich über Chiang Mai gehört und gelesen habe, hatte ich mir schon einiges von dieser Stadt versprochen. Als ich dann meine Runden dort drehte und dabei auch einen Großteil der Sehenswürdigkeiten passierte, war ich ehrlich gesagt nicht sehr beeindruckt. Somit war dann auch relativ schnell entschieden, dass ich auch hier meine Zelte nicht allzulange aufschlagen werde.
Aber da war noch was: Auf Anraten einer Gruppe, die ich in Ayutthaya getroffen hatte, habe ich noch am selben Tag eine zweitägige Trekking-Tour durch den Dschungel nördlich von Chiang Mai gebucht und die war einfach fantastisch.
Fledermaushöhlen, ein Wasserfall, alles dabei. Übernachtet haben wir in einem Dorf in den Bergen. Der Sonnenuntergang, ein Gedicht. Gefehlt hat es uns dabei an nichts. Die Verpflegung war hervorragend und die Unterkunft mit Matratzen und Moskitonetz ausgestattet. Ein absolutes Highlight.
Dann noch kurz ein allgemeiner Hinweis, weil ich grad drauf angesprochen wurde: Was das Einfügen von Bildern in meine Berichte angeht, bin ich in meinen Möglichkeiten etwas limitiert. Deshalb kommen die meisten Bilder dann zu gegebener Zeit auf einmal und werden unter der Rubrik „Bilder“ zu finden sein. Ich geb selbstverständlich Bescheid, sobald es dort etwas zu sehen gibt.
Archiv des Autors: Lukas
Get rhythm
Zwei Nachtfahrten, dazwischen eine Übernachtung in Ayutthaya und schon bin ich in Chiang Mai in Norden Thailands angekommen. Und damit sollte nun auch der Zeitpunkt erreicht sein, an dem die Strecken kürzer werden und ein deutlich langsameres Reisetempo angeschlagen wird. Ob es tatsächlich so kommt, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Aber jetzt erstmal der Rückblick auf Ayutthaya.
Da das Zentrum von Ayutthaya eine Insel ist, lassen sich viele der Sehenswürdigkeiten am besten im Zuge einer Bootstour erkunden. Das ich besagte Tour eigentlich erst am folgenden Tag antreten wollte, hat die nette Dame an der Rezeption aber irgendwie missverstanden. So wurden aus den zwei geplanten Übernachtungen eine und letztendlich hat das genau gepasst.
Was den zweiten Tag, an dem ich dann nichts mehr in Sachen Sightseeing unternommen hab, so besonders macht, und damit komm ich auf den Titel des heutigen Beitrags: Es lief alles wie von allein. Es sind im Grunde nur die ganz alltäglichen Dinge, die, weil das alles zunächst noch ungewohnt ist, schon ein wenig stressig waren. Aber gestern ging das alles so leicht: Auschecken, Einkaufen, Tickets besorgen etc. Der Rest war Musik hören und das schöne Wetter genießen. Ein Tag, der von Anfang bis Ende nur Spaß gemacht hat. Ich glaube, ich hab meinen Rhythmus gefunden.
Always take the weather with you
Da ja noch Regenzeit ist, war gutes Wetter für meinen Strandurlaub nicht garantiert. Ich hatte aber Glück. In den drei Tagen hier auf Ko Tao hat es nur einmal geregnet und das war am späten Abend, wo das sowieso niemanden stört.
Die Frage, ob sich der Umweg hierher gelohnt hat, lässt sich aber am besten in Bildform beantworten:

Aussichtspunkt im Süden von Ko Tao
War sehr schön. Auch die Länge des Aufenthalts war genau richtig. Ich kann verstehen, dass viele hier länger bleiben. Für mich reichen drei Tage aber voll und ganz. Auf Dauer würde ich hier viel zu träge werden und das gefällt mir nicht.
Also gehts heute wieder auf der bereits gewohnten Strecke über Chumphon nach Bangkok. Diesmal über Nacht und am Stück.
Nächste Station ist Ayutthaya. Da mach ich dann mal ein bisschen Kultur.
Reif für die Insel
Wie gesagt war mir ja One Night in Bangkok erstmal genug für den Anfang. Bin also gestern mit dem Zug nach Chumphon gefahren. War spitze. Hab solang es hell war fast pausenlos aus dem Fenster geschaut. Währenddessen laufen im Minutentakt Verkäufer mit leckeren Snacks durchs Abteil.
Aber auf halber Strecke kam mir der Gedanke, dass es von der Routenplanung her ziemlich unklug war, erst in den Süden zu fahren, um dann später denselben Weg zurückzufahren. Das macht’s für mich relativ stressig in den kommenden Tagen aber ich versuch das Beste draus zu machen.
Das heißt konkret: Drei Tage Strandurlaub auf Ko Tao. Ist zwar eigentlich nicht mein Ding, aber ich mach da mal ne Ausnahme. In Chumphon angekommen (23 Uhr nach zehnstündiger Fahrt) musste ich natürlich auch erst wieder einen Schlafplatz finden. Hat nach einer Weile auch geklappt. Beim Einchecken hab ich auch gleich den Transfer zur Insel gebucht. Um halb sechs hieß es also schon wieder aufstehen.
Den immer noch fehlenden Schlaf hab ich dann hier auf Ko Tao nachgeholt. Die nächsten Tage wird noch ein bisschen weiterrelaxt und dann geht’s in den Norden Thailands.
Und ab … von München nach Bangkok (Teil 2)
In der Khao San Road gings dann wieder allein weiter. Da ich mir den Trubel, der da herrscht, zumindest heute nicht geben wollte, suchte ich in den umliegenden Straßen. Nach einer weiteren Stunde inklusive eines sehr hitzigen Wortwechsels mit einem Typen, der mir beharrlich einen alternativen Plan bezüglich meiner Unterkunftssuche aufdrücken wollte, fand ich dann endlich eine Bleibe. Ein Zimmer für drei Personen, aber ich hab es ganz für mich allein. Das kostet umgerechnet aber auch nur 10€.
Was gibts zu der Bude zu sagen: Klimatisiert (ohne hätte nur 7€ gekostet, aber wenn ich den Kopf in den Gang rausstrecke, weiß ich, das Geld war gut investiert), im Bad steht das Wasser, die Toilette muss von Hand gespült werden und dem Schalter für den Ventilator ist auch völlig egal, auf welche Stufe man ihn stellt. Unterm Strich: Ich find sie klasse. Ich hab ein Einzelzimmer, ein Bad und Wlan. Was will man mehr?
Draußen gewittert es ohne Ende, also hätte ich auch wenn ich wollte nichts mehr unternehmen können. So werd ich jetzt noch den Schlaf von zwei Tagen nachholen und morgen brech ich dann auf in Richtung Süden. Dass ich nur eine Nacht in Bangkok bleibe, war genau so vorgesehen. Schließlich komm ich ja in zwei Monaten wieder her. Aber ich muss schon zugeben, die Stadt ist mir so auf Anhieb einfach zu krass. Muss auf jeden Fall wohin, wo’s ruhiger ist, aber das ist es so gut wie überall schätz ich.
Was für ein Start. Da muss ich erstmal drüber schlafen. Ich bin raus für heute. Gute Nacht
Und ab … von München nach Bangkok (Teil 1)
Das ging schon mal richtig gut los beim einchecken. Ich sag nur so viel: Bei beiden Flügen ein Fensterplatz am Notausgang (hallo Beinfreiheit!!!). Auch wenn die Plätze dann doch nicht soo toll waren wie sie sich anhören, hat das schon alles gepasst. Denn aus dem Fenster schauen ist ja nur meine zweitliebste Beschäftigung im Flugzeug. Nein, ich mein jetzt nicht die Filme, die man oftmals (und auch in diesem Fall) kucken kann. Ich spreche vom Essen an Bord. Nur eine verschwindend kleine Minderheit wird mir dabei zustimmen, aber ich liebe Flugzeug-Essen und bin auch diesmal nicht enttäuscht worden.
Ansonsten war das heute aber schon ziemlich hart. Von den insgesamt knapp 11 Stunden Flug hatte ich zwar während der Hälfte der Zeit meine Augen geschlossen, aber mit Schlaf hatte das gar nichts zu tun. Und schlafen hätte man eigentlich müssen, war ja (zumindest der zweite Flug) ein Nachtflug.
Wie dem auch sei, man hat sich eine Übernachtung gespart und den ganzen Tag Zeit, sich eine Unterkunft zu suchen. Da komm ich also am Flughafen in Bangkok an und denk mir: „Verdammt, ich bin unfassbar müde und jetzt muss ich mir auch noch eine Unterkunft suchen.“ Aber dann fiel mir ein: „Was heißt hier AUCH NOCH. Das ist meine einzige Aufgabe heute. So kann man’s doch auch sehen.“
Aber erstmal noch im sicheren Flughafen bleiben, um Geld und damit was zu trinken besorgen. Erledigt. Als nächstes ab ins Zentrum. Aber wie? Übernächtigt wie ich war, bin ich bestimmt eine geschlagene Stunde wie ferngesteuert im Flughafen rumgeirrt und der Gedanke, sich wie viele andere einfach hier auf’s Ohr zu hauen, war ziemlich verlockend. Aber nein, ich wollte ein Bett und den Rest des Tages nur noch schlafen. Hab dann tatsächlich einen Zug in die Stadt gefunden.
Dort angekommen hab ich mich mit einer sehr netten Holländerin zusammengetan. Sie hatte schon ein Zimmer in der berühmt berüchtigten Khao San Road gebucht und da in der Nähe würde ich sicher auch fündig werden. Sie wusste zumindest die richtige Buslinie dahin. Aber wie kommen wir zu der? Wie uns zwei nette Herren unabhängig voneinander versicherten, gibt es da weder eine Bushaltestelle im engeren Sinn, noch einen festen Fahrplan. Einfach an dieser Stelle stehenbleiben und der Bus hält dann schon. Als besagter Bus jedoch nach über einer halben Stunde noch nicht da war, nahmen wir uns doch ein Taxi.
Kann losgehen
Dann geht`s also morgen wirklich los. Schon komisch. Tatsächlich war er immer noch nicht da dieser Oh-mein-Gott-was-hast-du-dir-nur-dabei-gedacht-Moment. Klar bin ich ein bisschen nervös und vermutlich wird das morgen früh noch schlimmer sein, aber ich hab ein gutes Gefühl. Und das obwohl ich keinen Schimmer hab, wie das alles ablaufen wird. Ich hab zwar sehr viel darüber gelesen, aber in der Praxis sieht die Sache ganz anders aus. Das musste ich heute schon einmal beim Packen meines Rucksacks feststellen. Wer das Spektakel gesehen hat, könnte durchaus daran zweifeln, dass ich das ab morgen alles auf die Reihe bekomme. Dank des Know-hows meiner Schwester hat es dann doch geklappt. Alles passt rein, es ist buchstäblich noch Luft nach oben und die Statistik weist angenehm leichte 10,5kg aus (+ 3,5kg beim kleinen Rucksack).
So ist das. Ich hab keine Ahnung wie`s geht, aber ich fühl mich bereit dafür. Das klingt vielleicht nach einem Widerspruch, aber ich halte es für eine geniale Kombination. 100% Vorfreunde bei 0% Erwartungshaltung. Kann losgehen …
Tick tack tick tack, Zeit ist knapp
Naja, das klingt jetzt natürlich, als ob in irgendeiner Weise Stress oder Hektik aufkommen würde. Wer mich kennt, weiß, dass mir die Bedeutung dieser beiden Wörter völlig schleierhaft ist. Aber ich brauchte eine Überschrift für diesen Beitrag und hab mich da diesmal bei Peter Fox bedient.
5 Tage sind es jetzt noch, dann geht’s los. Da ich am Wochenende so richtig fleißig war, ist meine to-do-Liste auf die Größe einer Briefmarke zusammengeschrumpft und daher bin ich, anders als es die Überschrift vermuten lässt, total entspannt. Mal sehen wie das in den kommenden Tagen aussieht.
Das ist jetzt alles ziemlich unspektakulär und vielleicht nicht einmal erwähnenswert aber ich muss ja die eigens erstellte Kategorie „Vor dem Start“ irgendwie rechtfertigen. Abgesehen davon gibt es Skeptiker, die tatsächlich bezweifeln, dass ich hier, wie ich es angekündigt habe, in schöner Regelmäßigkeit mit neuen Beiträgen aufwarten kann. Der Vorwurf, dass ich diesen Artikel hauptsächlich aus diesem Grund verfasst habe, ist, wenn ich ehrlich sein muss, nicht ohne Weiteres von der Hand zu weisen. An dieser Stelle liebe Grüße an Madita.
Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße, mein Zuhause, mein Blog
Hallo meine Lieben,
Das ist er also. Der erste Blog meines Lebens und dessen erster Eintrag. Mein im world-wide-web frei zugängliches Tagebuch über das, was ich bedeutungsschwanger und zugegebenermaßen ein kleines bisschen kitschig „Mein Geschenk an mich selbst“ nenne. Für alle, denen ich es bis jetzt nicht erzählt habe und für die anderen, die es schon wissen aber sich dann doch nicht alle Details dieser Unternehmung merken konnten, darum geht`s:
Ich werde, so der Plan, in den kommenden 8 Monaten in dieser Reihenfolge Thailand, Laos, Kambodscha, Neuseeland, Tahiti, Chile, Argentinien, Peru und Ecuador bereisen. Allein, begleitet nur von einem 42l fassenden Rucksack und Vorfreude, die sich in Worten kaum ausdrücken lässt. Ja, ich glaube mehr muss ich dazu erst mal gar nicht erklären.
Was nun diesen Blog betrifft, um darauf wieder zurück zu kommen: Wie ihr sicher an der gewählten Grußformel erkennen konntet, ist diese Seite in erster Linie für all diejenigen gedacht, die mich kennen, es gut mit mir meinen und sich dafür interessieren, was ich denn so mache im Laufe der nächsten Monate. Aber auch jene, die Zufall, Neugier oder eine wie auch immer geartete schicksalhafte Fügung hierher führte und die spannende, geistreiche und vor Enthusiasmus und Kreativität sprudelnde Reiseberichte lesen wollen, sind herzlich eingeladen.
Was im Gegensatz dazu wahrscheinlich nicht jeder erkannt hat, ist, was es mit dieser Überschrift auf sich hat. Jaja ich weiß, wenn man einen Witz erklärt, ist er nicht mehr lustig. Aber da das der erste Text von vielen dieser Art ist, halte ich es an dieser Stelle für angebracht, auf folgendes hinzuweisen. Manche von euch wissen vielleicht, dass es eine Sache gibt, die ich über alles liebe und deshalb so oft wie nur irgend möglich mache: Zitieren! Zitate sind meine große Leidenschaft und dass ich damit nicht allen Menschen in meinem Umfeld völlig auf den Zeiger gehe, liegt in meinen Augen lediglich an der Tatsache, dass jeder nur einen Bruchteil der von mir gekonnt in Konversationen eingebauten Phrasen aus Film, Fernsehen und Musik überhaupt (wieder)erkennt. Und so wird es auch hier sein. Wenn euch also manche Passagen dicke Fragezeichen auf die Stirn pinseln, dann liegt das höchstwahrscheinlich an einem Zitat.
Ach so ja die Überschrift. Die ist angelehnt an das Werk „Mein Block“ des berühmten Dichters Sido. Weiter heißt es dort: „Egal wohin du gehst, es kommt drauf an, wo du herkommst“. Mein persönliches Motto für die nächsten Monate soll aber lauten: Egal woher du kommst, es kommt drauf an, wohin du gehst“.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen viel Spaß mit meinem Blog. Ich liebe euch. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen euch und einer Weltreise … ich schick euch ne Postkarte
